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Jackson:
Die mit
184.000 Einwohnern größte Stadt und Hauptstadt Mississippis
liegt etwas südlich der Mitte des Bundesstaates am Pearl
River. Die Stadt war im amerikanischen Bürgerkrieg hart
umkämpft und von den Truppen des Nordens teilweise zerstört
worden. Trotzdem gibt es heute noch einige Antebellum-
Gebäude hier zu bewundern., zum Beispiel das
Governors Mansion
von 1842. Im Gleichberechtigungskampf der schwarzen
Bevölkerung spielte Jackson als Schauplatz zahlreicher
Protestaktionen ebenso eine große Rolle; allerdings wurde
hier auch der schwarze Bürgerrechtler Medgar Evers 1963 von
einem weißen Fanatiker erschossen. Evers und seinem Anliegen
wurde das Medgar Evers Home Museum gewidmet. Die Stadt ist
heute auch als Stadt der Musik bekannt - viele Tonstudios
und Künstler vor allem aus den Bereichen Gospel und Blues
sind hier zuhause. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört
weiterhin das
Old Capitol
mit einem Museum zur Geschichte Mississippis. Alle vier
Jahre findet in Jackson die International Ballet Competition
mit Teilnehmern aus aller Welt statt.
Vicksburg: Auch die wenige Kilometer westlich von
Jackson gelegene Kleinstadt mit heute 26.000 Einwohnern war
Ursache zahlreicher Auseinandersetzungen während des Civil
War, da von hier aus der Schiffsverkehr auf dem Mississippi
von den Konföderierten überwacht wurde. Die Stadt wurde 47
Tage lang von den Unionssoldaten belagert, bis sie fiel.
Diesen Ereignissen ist der Vicksburg National Military Park
mit angeschlossenem Friedhof gewidmet. Eine weitere
Sehenswürdigkeit ist das
Museum of Coca-Cola Memorabilia in einem ehemaligen
Candyshop, in dem das Getränk 1894 zum ersten Mal in
Flaschen abgefüllt worden war.
Clarksdale:
Die 20.000- Einwohner- Stadt im Norden Mississippis
bezeichnet sich selbst gern als Hauptstadt des Delta Blues,
in der unter anderem John Lee Hooker, Jimmy Rogers und Jimmy
Reed gearbeitet haben. In einem ehemaligen Bahndepot ist das
Delta Blues Museum zu Ehren dieser Künstler untergebracht.
Tupelo: Die Stadt im Nordosten des
Bundesstaats ist international bekannt als Geburtsort von
Elvis Presley. Viele Besucher besichtigen das Geburtshaus
oder kommen zum jährlich stattfindenden Elvis Presley
Festival. Außerdem sehenswert sind das Tupelo Automobile
Museum und zwei Schlechtfelder aus dem Bürgerkrieg, an denen
in Visitors Centers alles Wissenswerte erklärt wird.
Natchez: Die 1716 gegründete und heute etwa
18.000 Einwohner zählende Stadt im äußersten Westen
Mississippis wurde nach dem gleichnamigen indianischen Volk
benannt, das hier früher ihr Zentrum hatte. Nachweise dieser
alten Kultur sind noch heute in Form von Hügelbauten,
beispielsweise Emerald Mound, erhalten. Deren nachfolgende
Generationen, wie auch die frühen europäischen Siedler,
nutzten einen 440 Meilen langen Weg zwischen Natchez und
Memphis,
Tennessee als Handels- und Transportroute. Diesem Weg
folgt heute der
Natchez Trace Parkway, eine sehr ansprechende,
zweispurige Straße mit etlichen historischen
Sehenswürdigkeiten. Die reiche Geschichte der Stadt lässt
sich an vielen historischen Gebäuden, häufig Wohnhäusern von
Pflanzerfamilien, ablesen. Als Beispiele dienen
The House on Ellicot Hills von 1798 oder das heute
ein Mode- und Kostümmuseum beherbergende Magnolia Hall.
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