Infos / Empfehlungen | Capital Region | 15.12.2025 | Foto: VTC
Charmante Kleinstädte zum Verlieben in der US-Hauptstadtregion
Neben großen Metropolen wie Washington, DC, Baltimore in Maryland oder Richmond, Virginias Hauptstadt, beeindruckt diese Region auch mit charmanten kleineren Städten, die Urlauber das authentische Amerika zeigen.
Frederick, Maryland
Das charmante Frederick wurde 1745 von deutschen Einwanderern als Frederick Town gegründet. Nur eine Stunde von Washington, DC sowie Baltimore entfernt, lässt sich das Städtchen perfekt bei einem Roadtrip durch die US-Hauptstadtregion kombinieren. Die Innenstadt von Frederick erfreut sich wegen der vielseitigen Gastronomieszene und den zahlreichen inhabergeführten Geschäften bei Besuchern und Einheimischen großer Beliebtheit. Neben dem entzückenden Zentrum finden Naturfreunde im Umland eine atemberaubende Landschaft in den Catoctin Mountains oder bei einer Wanderung auf dem Appalachian Trail.

Quelle: © C. Kurt Holter
Alexandria, Virginia
Fast in Blickweite von Washington, DC befindet sich Alexandria in Virginia. Mit dem Wassertaxi gelangen Sie von der US-Hauptstadt zu DCs Old Town, wie die Kleinstadt früher genannt wurde. Hier lässt sich alles prima erkunden – entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem kostenfreien Trolley-Bus. Spazieren Sie an Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert vorbei und schlendern Sie durchs pittoreske Hafenviertel. Sollten Sie an einem Samstag anreisen, lassen Sie sich den Old Town Farmers Market nicht entgehen! Er ist einer der ältesten Bauernmärkte Amerikas und wurde einst unter anderem mit Obst und Gemüse aus Mount Vernon, dem ehemaligen Landsitz des ersten US-Präsidenen, beliefert. Wer über Nacht bleibt oder noch in den Abendstunden vor Ort ist, der sollte zur Birchmere Music Hall. Musikalische Darbietungen in den Richtungen Bluegrass und Jazz, Folk und Country können in diesem Club mit reichlich Tradition gelauscht werden. 219 Basin Street Lounge sollten Sie sich merken, wenn Sie Jazz oder Classic-Rock zusammen mit Whiskey und Zigarre genießen möchten. Im King Street Blues gibt es den besten Blues auf die Ohren und im Restaurant Vermilion können neben Köstlichkeiten aus regionalen Zutaten Auftritte örtliche Musiker gelauscht werden. Preisgekrönte Cocktails in stilvoll-glamourösem Ambiente werden in der PX Lounge serviert, die in einer 20er Jahre Flüsterkneipe (Speakeasy, illegale Clubs, in denen während der Prohibition Hochprozentiges, aber auch Bier ausgeschenkt wurde) untergebracht ist.

Quelle: © Bram Reusen | Virginia Tourism Corporation
St. Mary’s City, Maryland
Als erste Hauptstadt von Maryland strotzt St. Mary’s nur vor Geschichte. Egal, ob Museen auf der Wunschliste stehen, Leuchttürme, historische Kirchen oder Kriegsschauplätze aus der damaligen Zeit – in dem Örtchen findet man alles. Die Gemeinschaften, die sich in St. Marys angesiedelt haben und einen alternativen Lebensstil verfolgen, sind die Amische und Mennonite. In vielen kleinen Läden können Besucher handgefertigte Waren der Amische und Mennonite wie Lederwaren, Quilt-Decken und köstliches Gebäck mit nach Hause nehmen. Für mehr Outdoor-Erlebnisse eignet sich eine Bootstour auf dem Wasser mit Sonnenuntergang und zu Land können die vielfältigen Fahrradstrecken erkundet werden.
Purcellville, Virginia
Das 1764 gegründete Städtchen erinnert mit seiner Whiskey-Brennerei, welche früher ein Buick-Autohaus war, an eine Western-Filmkulisse. Hier befindet sich die mehrfach ausgezeichnete Catoctin Creek Distilling Company wo Besucher erstklassige Erzeugnisse wie Brandy, Gin und Roggen-Whiskey genießen können. Wer lieber Bier trinken möchte, schaut in der Belly Love Brewing Brauerei vorbei und lässt sich auf ein farbwechselndes Bier ein – wird es ins Licht gehalten, ändert es seine Farbe von lila über rot schließlich zu orange.
Annapolis, Maryland
Die selbsternannte „Sailing Capital of the World“ an der Chesapeake Bay wartet ebenfalls mit kolonialem Charme und einem schönen Hafenviertel auf. Insbesondere entlang der Main Street erhält man tolle Aussichten auf Historic Annapolis, wo es die meiste Anzahl an Häusern des 18. Jahrhunderts auf dem Gebiet der USA geben soll. Annapolis erreichen Sie bequem von Washington, DC in einer knappen Stunde Fahrzeit. Erkunden Sie die Schönheit der Stadt von einem der vielen Segelboote aus. Eine Besichtigung der US Naval Academy, eine Eliteschule der Marine, lohnt sich ebenfalls. William Paca House and Gardens ist ein wunderschön restauriertes Herrenhaus mit umliegender, zauberhafter Gartenanlage, die der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung sein Eigen nannte. Annapolis ist bekannt für den Segelsport und für seine frischen Meeresfrüchte. Blaukrabben und Austern sind hier besonders zu nennen, die Sie beispielsweise in Cantler’s Riverside Inn und Mike’s Restaurant & Crab House direkt am Wasser genießen können. Ein Tipp ist ebenfalls Carrol’s Creek Café mit kreativer, regionaler Küche, tollen Weinen und einem schönen Hafenblick. Suchen Sie sich ein nettes Plätzchen, um den Sonnenuntergang über dem Wasser zu beobachten und spüren Sie die entschleunigende Wirkung, die Annapolis auf seine Besucher auswirkt.

Quelle: © links: Robert Peterson | MOTD, rechts: MOTD
Lexington, Virginia
Der kleine Ort hat viel an Kultur und Geschichte zu bieten. Hier können Besucher das Stonewall House besichtigen, das ehemalige Zuhause von Thomas „Stonewall“ Jackson, oder die Lee Chapel entdecken, welche zum nationalen historischen Denkmal erklärt wurde. Im Virginia Horse Center kommen Pferdeliebhaber auf ihre Kosten. Hier werden das ganze Jahr über Aktivitäten angeboten wie große Pferdeverkäufe, Wettbewerbe, Pferdeveranstaltungen und sogar Reitunterricht. Für weitere Outdoor-Aktivitäten sollte man sich zu den nahegelegenen George Washington and Jefferson National Forests begeben, denn dort bietet es sich optimal zum Wandern, Paddeln, Radfahren, Zelten, Wildtierbeobachtung, Angeln und vieles mehr an. Wer danach eine Stärkung braucht, findet im Zentrum von Lexington köstliche „Farm-to-Table“-Lokale.
Easton, Maryland
Es gibt viele Gründe, einmal nach Easton zu reisen. Ein Teil der anhaltenden Anziehungskraft des Städtchens besteht darin, dass sie sich eine charmante Atmosphäre bewahrt und gleichzeitig genauso viel an Erlebnissen zu bieten hat wie Gemeinden, die um ein Vielfaches größer sind. Diese besondere Kombination erklärt, warum Easton als eine der besten Kleinstädte Amerikas – auch in Bereich der Kunst – ausgezeichnet wurde. An jeder Ecke gibt es was zu entdecken, besondere „Bed & Breakfast“-Unterkünfte, Museen, Antiquitätenläden und lokale Coffee Shops.
Cape Charles, Virginia
An Virginias Ostküste befindet sich das beschauliche Strandstädtchen Cape Charles direkt am Atlantischen Ozean. Im Stadtzentrum lassen sich charmante Boutiquen, Restaurants, Antiquitätenhändler, Museen und der Jachthafen finden. Ein Highlight der Stadt ist der architektonisch beeindruckende Chesapeake Bay Bridge-Tunnel, der mit 37 Kilometern Länge eine der weltweit größten Brücken-Tunnel-Konstruktionen ist. Für ein entspanntes Urlaubserlebnis kann der endlos lange Sandstrand erkundet werden oder Besucher mieten sich ein Kajak im Kipopeke State Park, um versunkene Geisterschiffe vor der Küste zu umrunden.
Grantsville, Maryland
Dieser beschauliche Ort in Maryland grenzt an ganze fünf State Parks und liegt inmitten von unberührter Natur, sodass vor allem Outdoor-Aktivitäten zu jeder Jahreszeit sehr beliebt sind. Im Winter sausen Besucher schneebedeckte Berge hinunter oder unternehmen im Frühling eine entspannte Wanderung. Ganz in der Nähe gelegen, befindet sich auch der Deep Creek Lake, der zum Schwimmen und Fischen einlädt. Ein Highlight im 1.000 Einwohner Städtchen ist der High Country Creamery & Market, bei dem nicht nur leckerer Käse verkostet, sondern sogar bei der Produktion zugeschaut werden kann.
Havre de Grace, Maryland
Dort, wo die Chesapeake Bay auf den Susquehanna River trifft, liegt Havre de Grace. Um ein Haar wäre sie die US-Hauptstadt geworden, doch nur eine Stimme hat den Unterschied gemacht. Die entscheidende Stimme hatte der Sprecher des Repräsentantenhauses, Frederick Augustus Conrad Muhlenberg aus Pennsylvania, abgeben. Viele fragen sich auch bei dem französisch klingenden Namen, ob es Einflüsse aus Frankreich gibt, denn anfangs hieß das Städtchen Susquehanna Lower Ferry. Allerdings schrieb Generalmajor Marquis de Lafayette am 29. August 1782 in seinem Tagebuch, dass die Stadt ihn an Le Havre in Frankreich erinnerte und somit trägt der Ort seinen Namen noch heute. Direkt am Wasser gelegen, erwartet Besucher eine Vielfalt an Wassersportaktivitäten von Kajaktouren über Stand-Up-Paddeling bis hin zum Fischen. Experimentierfreudige können sich auch bei einer Runde Yoga auf dem SUP probieren. Die Parks am Ufer ermöglichen eine spektakuläre Aussicht auf die Bucht und sind ein wunderbarer Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.