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Infos / Empfehlungen | Pennsylvania | 30.09.2016 | Foto: Pixabay

Die erste deutsche Siedlung in den USA: Germantown

Wer sich für amerikanische oder deutsche Geschichte interessiert, der sollte unbedingt Germantown besuchen. Der Ort ist heute ein Teil von Philadelphia, eine knappe halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt und ist vollgepackt mit Zeugnissen der Vergangenheit. Hier siedelten die ersten Deutschen und hier hat der deutsch-amerikansiche Feiertag seinen Ursprung. Kommen Sie mit auf einen Ausflug in die Vergangenheit!


Die ersten 13 und ihr Handwerk
Der Name der Stadt kommt nicht von ungefähr. Hier gründeten 1683 die „Original 13“ Deitscheschteddel (deutsches Städtchen). Sie waren 13 Quäker- und Mennoniten-Familien aus dem Raum Krefeld. Historic Rittenhouse Town ist ebenfalls ein wichtiger Stopp bei einem Rundgang durch den Ort. Hier baute Wilhelm Rettinghaus die erste Papiermühle Nordamerikas, wodurch die Kolonien unabhängig vom britischen Papier wurden. Hier entstand mit der Zeit ein industrielles Dorf, das sich nicht nur selbst versorgen konnte, sondern auch die Region. Bereits Mitte des 18. Jahrhunderts hielt ein schwedischer Reisende über Germantown fest, dass wegen der guten Qualität und Quantität der hier hergestellten Waren, die Provinz bald nur noch sehr wenig aus England brauchen wird.

Freedom’s Backyard
Germantown wird „Freedom’s Backyard“, Hinterhof der Freiheit, genannt, denn hier fand unter anderem eine entscheidende Schlacht im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg statt. Ziel war es, die britischen Truppen zu schlagen, die sich hier verschanzten. In der Battle of Germantown am 04. Oktober 1777 unterlag zwar die Kontinentalarmee, dennoch bereitete die Schlacht den Weg zum Sieg in der Schlacht von Saratoga ein paar Tage später. Diese wiederum führte zur offiziellen Anerkennung der Amerikaner durch die Franzosen, die sich schließlich gegen die Briten verbündeten.

Washingtons Residenz
Undbedingt sollte man sich das Deshler Morris House ansehen. Es ist die älteste, offizielle Präsidenten-Residenz und wird auch das „Germantown White House“ genannt, da längere Zeit George Washington hier mit seiner Familie lebte und sogar Kabinettssitzungen abhielt.

Geburtsort der Bewegung gegen Sklaverei
Es war auch in Germantown, wo schon 1688 öffentlich gegen die Sklaverei protestiert wurde. Und so ist es fast naheliegend, dass es hier auch eine wichtige Station auf der Undergrould Railroad gab, der Sklaven aus dem Süden auf ihrem Weg in die Freiheit nach Norden half und Unterschlupf gewährte.

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Quelle: © PHLCVB

German-American Day
Der Gründung Germantowns am 6. Oktober 1683 und dem deutsch-amerikanischen Erbe gedenkt der US-Feiertag German-American-Day. 1883 wurde er erstmalig in Philadelphia gefeiert, als sich die Landung der 13 Krefelder Familien zum 200. Mal jährte. Zwar verlor sich mit dem ersten Weltkrieg der Brauch, diesen Tag zu feiern, aber 1987 wurde er per Gesetz (wieder) eingeführt und ist seither ein offizieller Feiertag, jedoch kein freier Tag.

Dieses Video nimmt Sie mit auf einen kleinen Stadtrundgang durch Germantown:



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