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Foto: Sydney Martinez/TravelNevada

Infos / Empfehlungen | Nevada | 27.01.2017 | Foto: Sydney Martinez/TravelNevada

Wilder Westen in Nevada

Nevada ist einer der wenigen Bundesstaaten, in denen man sich bestens in die Zeit des Old West hineinversetzen kann. Alte Saloons, verlassene Bergbaustädte und Wildpferde: Der Geist vergangener Tage schlummert in allen Ecken des Silver States.


Goldrausch
Sobald man damals auf Silber, Gold oder andere Bodenschätze stieß, dauerte es nicht lange, bis eine Siedlung entstand. Immer mehr Menschen kamen auf der Suche nach ihrem Glück und mit ihnen kamen die Kneipiers, die leichten Damen und das Glücksspiel. So oder so ähnlich lautet die Geschichte hinter sehr vielen Städten Nevadas. War die Mine erschöpft oder wurde der Abbau unwirtschaftlich, wurde der Ort oft aufgegeben und man zog weiter. Von solchen Geisterstädten hat Nevada übrigens mehr als intakte Städte.

Ghosttowns
Es gibt sie überall in Nevada, doch drei Geisterstädte möchten wir Ihnen näher vorstellen:
Rhyolite war einst die drittgrößte Stadt Nevadas. Nach einem Goldfund Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet, wuchs der Ort schnell auf 10.000 Einwohner an. Es gab 50 Goldminen, drei Eisenbahnlinien, ein Elektrizitätswerk, drei Zeitungen, eine Telegraphenstation, eine Oper, eine Symphonie sowie drei Krankenhäuser und eine öffentliches Badeanstalt. Darüber hinaus zählte der Ort ganze 19 Hotels sowie 18 Drugstores und 53 Saloons. Rhyolite befindet sich nahe dem Osteingang des Death Valleys bei Beatty und ist heute ein Freilichtmuseum.
Die Geisterstadt Berlin hingegen umfasste nur 300 Einwohner, ist jedoch noch sehr gut erhalten. Einen Besuch ist Berlin auch wegen der größten Lagerfläche von Ichthyosauriern wert.
Eine der wichtigsten Silberbergbaustädte war Pioche, die 1864 gegründet wurde. Sie war eine der rauesten Städte im Wilden Westen, wobei 75 Menschen ihr Leben ließen, bevor der erste Einwohner eines natürlichen Todes starb. Der Boothill Friedhof, die Mine und einige Häuser des Ortes sind in äußerst gutem Zustand.
Mehr über die Geisterstädte Nevadas erfahren Sie hier.

Wilder Westen in Nevada


Virginia City
„Aufgesattelt, Männer, wir reiten nach Virginia City!“ Ein wunderschönes Städtchen und gleichzeitig eines der ältesten westlich des Mississippi: Eine Erzader und Silberfunde machten Virginia City schnell zu einem 30.000-Einwohner-Ort. Als der Zenit der Goldgräberzeit überschritten war und die Funde nach den 1880er Jahren nachließen, ist der Ort wieder gehörig geschrumpft, hat aber nichts von seinem Charme eingebüßt. Heute kann man sich die Minen und Stollen sowie das Anwesen des Silber-Königs (Macky Mansion) anschauen, eine Trolley-Tour oder einen Stadtrundgang machen und den Friedhof besichtigen. Den Durst stillt ein gepflegtes, lokal gebrautes Bier in einem der vielen historischen Saloons. Wo sonst?! Verkosten sollte man auch den berühmten Cemetery Gin (Friedhofs-Gin) – ebenfalls nur aus Nevada-Zutaten. Der Name ist eine Anspielung auf die hohe Sterblichkeit, die hier einst herrschte. Fast täglich wurde ein Einwohner zu Grabe getragen. Das war zu einer Zeit, in der das Wasser so unsauber war, dass es nur im Mix mit zwei Teilen Gin trinkbar wurde.
Wer mag, lässt sich im Fotoatelier oder nach vorheriger Anmeldung vom örtlichen Geschichtsverein in den Kostümen der damaligen Zeit dressen (Informationen dazu vergibt das Visitor Center). Übrigens arbeitete auch einst Mark Twain in einem der Stollen, bevor er für die lokale Zeitung tätig wurde und seine Schriftsteller-Kariere ihren Anfang nahm. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich hier, im alten Zeitungsgebäude, ein Mark Twain Museum befindet.

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Quelle: © Travel Nevada

Carson City
Die Hauptstadt Nevadas ist mit etwas mehr als 55.000 Einwohnern recht überschaubar und hat ihren eigenen, sympathischen Charme. Sie hat ihren Namen von Christopher „Kit“ Carson, der als Pionier und Führer der Expedition des Offiziers John C. Frémont (Vermessungen des Oregon Trail durch die Rocky Mountains sowie entlang des Columbia River, Erkundung der Sierra Nevada) berühmt wurde. Gold- und Silberfunde in der Nähe brachten auch für Carson City einen Wachstumsschub. In den 1860er Jahren lebte Mark Twain hier und schrieb „Durch Dick und Dünn“. Das State Capitol und das Anwesen des Gouverneurs sind sehenswerte Gebäude der kleinen Stadt, die neben Kasinos auch eine interessante Geister-Tour zu bieten hat. Informationen hierzu gibt's im Visitors Bureau.
Neben Virginia City ist dies der zweite Name, der Zuschauern der Westernserie Bonanza noch in den Ohren klingen wird. Da die fiktive Ponderosa südlich von Reno, am östlichen Ufer des Lake Tahoe lag, waren die Cartwright-Brüder und ihr Vater des Öfteren in den beiden Städten unterwegs.
Tipp: Mit der Virginia & Truckee Railroad kann man bequem von der Hauptstadt nach Virginia City fahren und die Landschaft genießen.

Wildpferde
Auf einem Road Trip durch Nevada wird man immer wieder mal wilde Esel und Pferde sehen. Wenn sie zwischen den leuchtend gelben Wüstensalbeisträuchern grasen oder durch die Ebenen traben, ist das Klischeebild vom Wilden Westen perfekt!
Bei den Pferden handelt es sich zumeist um wilde Mustangs. Sie sind sehr scheu und gefährdet. Daher hat Nevada mit der Wild Horse State Recreation Area für sie ein Schutzgebiet eingerichtet. Es befindet sich rund 70 Meilen nördlich von Elko. In der Region Reno-Tahoe werden Touren zu den Pferden angeboten und es gibt einige private Ranches – teilweise mit Übernachtungsmöglichkeiten, die sich der Pflege kranker Tiere und dem Schutz der Wildpferde widmen.

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Quelle: © Travel Nevada

Pony Express
Diese „Postboten“ waren legendär! Im Wilden Westen war die Beförderung von Briefen und Paketen kein leichtes Unterfangen. Postkutschen brauchten lange und wurden nicht selten überfallen. So war es immer eine Frage, wann die Sendung beim Adressaten ankommt, sofern sie es überhaupt schafft. Der sogenannte Pony Express, der im April 1860 eingerichtet wurde, war die Lösung für das Problem des raschen Transportes: Vom westlichsten Ort, der mit der Eisenbahn erreicht werden konnte, St. Joseph in Missouri, durch die Prärien und über die Rocky Mountains bis nach Sacramento verlief eine Reiterstaffete. Die Reiter konnten die Strecke von mehr als 3.000 Kilometern bezwingen, weil sie spätestens alle 20 Kilometer eine Zwischenstationen erreichten und die jungen, leichtgewichtigen Männer spätestens nach 300 Kilometern ausgewechselt wurden. Der berühmteste unter ihnen war Buffalo Bill, damals 14 Jahre alt. Diese Zwischenstationen sind in Nevada teilweise noch gut erhalten und ausgeschildert.

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