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Foto: North American Indian Center of Boston

News | Neuengland | 22.12.2014 | Foto: North American Indian Center of Boston

Auf Spurensuche der Ureinwohner in Neuengland

Gerade in Neuengland ist die Verbindung zwischen den Amerikanern und den Ureinwohnern ganz besonders, denn sie sind von großer Bedeutung für die Geschichte der Amerikaner. Durch zahlreiche Museen und Ausstellungen wird nun versucht das kulturelle Erbe zu wahren.


Schon vor langer Zeit, lange bevor die ersten Europäer nach New England kamen, wussten die Indianer wie sie ihren Lebensraum zu nutzen haben und lebten im Einklang mit der Natur. Sie bauten Mais, Bohnen sowie Kürbis an und fingen von ihrem Birkenrinde-Kanu aus frischen Fisch. Als dann vor rund 400 Jahren die ersten Siedler nach Amerika kamen, änderte sich das Lebend für alle Beteiligten.

Europäer und Ureinwohner treffen aufeinander

Die Europäer hatten große Probleme, die Natur für ihren Ackerbau und die Viehzucht zu nutzen und so starben schon im ersten Winter viele Siedler den Hungertod. Nur mit Hilfe der Indianer, welche ihnen neue Techniken lehrten, schafften sie es zu überleben. Trotz der vielen Jahre in Gemeinschaft, sind die Kultur und die Identität der Stämme weitestgehend erhalten geblieben. So haben Besucher auch heute noch die Möglichkeit, den Spuren der Vergangenheit zu folgen. Das Besondere an Neuengland ist, im Gegensatz zu den restlichen Regionen von Amerikas, dass die meisten Stämme hier nicht in Reservaten leben. Stattdessen sind die Indianer in die Gesellschaft integriert worden. Außerdem versuchen viele Organisationen das kulturelle Erbe der Vorfahren zu bewahren. Deswegen findet man in den jeweiligen Neuengland-Bundesstaaten Ausstellungen über die dort ansässigen Stämme.

Paläoindianer in Vermont

Das „Vermont History Museum“ widmet sich dem Stamm der Paläoindianer, welcher sich vor rund 13.000 Jahren angesiedelt hatte. Seine Nachfahren sind heute als „Abenaki“ bekannt. Das Museum verfügt über eine interaktive Multimedia-Ausstellung, welche „Freedom and Unity“ genannt wird und für Besucher das Leben des Stammes im 17. Jahrhundert veranschaulicht. Das ist die Zeit, in der die ersten Siedler die Küste Neuenglands erreichten. Außerdem haben Gäste die Möglichkeit ein originalgroßes „Abenaki Wigwam“, die Unterkunft dieser Ureinwohner, zu betreten.

Pequot und Wampanoag Indianer in Connecticut

In Connecticut befindet sich das weltweit größte Indianer-Museum. Das „Mashantucket Pequot Museum“ befasst sich hauptsächlich mit der 20.000-jährigen Geschichte des „Pequot“ Stamms, aber auch alle anderen nordamerikanischen Stämme werden dort thematisiert. Besucher können ein rekonstruiertes Dorf besichtigen. Außerdem findet jährlich im August eine Veranstaltung statt, bei welcher die Einheimischen stolz ihre traditionellen Tänze vorführen, Schmuck herstellen und die Geschichten ihrer Ahnen erzählen.
Die „Wampanoag“ sind jene bereits erwähnten Indianer, welche den ersten Siedlern bei Plimouth Halfen und ihnen zeigten wie sie ihre Lebensmittel anbauen konnten. Sie sind für die Geschichte Nordamerikas besonders wichtig, denn ohne sie hätten die Siedler nicht überlebt und es gäbe das uns heute bekannte Thanksgiving-Fest nicht.
Das „Wampanoag Homesite“ im Freilichtmuseum Plimouth Plantation, Connecticut veranschaulicht diesen Teil der Geschichte des Stammes und wie er sich mit Ackerbau, Jagd, Fischfang und der Herstellung von Matten und Körben aus Schilf seinen Lebensunterhalt verdiente. Heute arbeiten viele dieser Ureinwohner in traditioneller Kleidung in dem Museum und erklären die Geschichte und Lebensweise ihrer Vorfahren.

Indianerstämme in New Hampshire

In New Hampshire veranschaulicht das „Mount Kearsarge Indian Museum“ ebenfalls die Kultur der Ureinwohner, welche bereits seit 20.000 Jahren existieren. Um den Umgang und das Leben mit der Natur zu verdeutlichen werden Alltagsgegenstände wie Textilien, Bekleidung, Keramikwaren, Kanus und andere Exponate ausgestellt. Außerdem gibt es einen Lehrpfad, den „Medicine Woods Nature Trail“, der durch einen Garten mit über 100 Heilpflanzen führt und zeigt, mit welchen Pflanzen die Ureinwohner Medizin herstellten.

Die Wabanaki in Maine

In dem Bundesstaat Maine gibt es gleich vier Indianerstämme die „Maliseet“, „Micmac“, „Penobscot“ und die „Passamaquoddy“, welche zusammen als die „Wabanaki“ bekannt sind. Sie alle haben jeweils eine eigene Stammesregierung, Schulen und ein Kulturhaus. Außerdem verwalten sie ihr eigenes Land mit den dazugehörigen Ressourcen selbst. Im „Abbe Museum“ in Bar Harbour wird die Kultur der Stämme anhand von Veranstaltungen und Lehrwerkstätten für Kinder und Erwachsene veranschaulicht.

Narragansett in Rhode Island

Im heutigen Bundesstaat Rhode Island lebte schon vor langer Zeit der Indianerstamm der „Narragansett“. Die Ureinwohner waren ein seefahrendes Volk und werden in dem „Tomaquag Museum“ in Exeter thematisiert. Dort versucht man mit Workshops und Ausstelllungen ein größeres Verständnis für das Leben der Neuengland-Stämme zu erzielen und die Denkweise der „Narragansett“ zu veranschaulichen. Zu der einzigartigen Sammlung aus 20.000 Exponaten gehören unter anderem historische Artefakte, Bilder und Kunstwerke.

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